Das Rhein-Main-Gebiet zählt zu den attraktivsten Regionen Europas und der Welt. Das anhaltende Wirtschafts- und Bevölkerungswachstum bringt Chancen mit sich und stellt die Metropolregion zugleich vor Herausforderungen – etwa beim Ausbau von Infrastruktur, Wohnraum und Gewerbeflächen. Gleichzeitig gilt es, die Innovationskraft und Resilienz der Region zu fördern sowie qualifizierte Fach- und Führungskräfte aus dem In- und Ausland anzuziehen, um künftige Wertschöpfung, Wohlstand und Lebensqualität zu sichern.

Damit FrankfurtRheinMain auch morgen international zur Spitze gehört, braucht es engagierte Menschen und mutige Ideen. Mit dem Preis der Metropolregion würdigt PERFORM im Namen der regionalen Wirtschaftskammern seit 2024 jährlich ein herausragendes Projekt, das die Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit des Standortes in ausgewählten Themenfeldern stärkt. Nachdem eine Jury aus allen Einreichungen fünf Projekte für das Finale nominiert hatte, präsentierten sich diese am 23. Juni 2026 beim Tag der Metropolregion auf großer Bühne in der IHK Frankfurt am Main. Den mit 10.000 Euro dotierten Preis konnte die formie GmbH aus Wiesbaden mit ihrer gleichnamigen App im Publikums-Voting für sich entscheiden.

App-Innovation aus Wiesbaden vereinfacht Behördengänge

Elterngeld zu beantragen, ist ein komplexer bürokratischer Prozess. Diesen hat formie digitalisiert und auf wenige Minuten verkürzt. Die App nimmt werdenden und wachsenden Familien den mentalen Stress, den Behördengänge und das Ausfüllen von Anträgen mit sich bringen können. Darüber hinaus ermittelt formie automatisch den optimalen Bemessungszeitraum und berechnet in Echtzeit den voraussichtlichen Elterngeldanspruch. Das unterstützt die App-Nutzer, finanziell das Beste aus ihrem Leistungsanspruch herauszuholen.

Selbstständige, Freiberufler, Eltern mit atypischen Beschäftigungsverhältnissen sowie Alleinerziehende gehören laut formie zu den Menschen, die besonders von der App profitieren. Darüber hinaus baut formie Sprachbarrieren ab, da die App „Behördendeutsch“ in einfache, logisch aufeinander aufbauende Fragen übersetzt.

Alicia Grein, Co-Founderin und CEO der formie GmbH, und ihr Team wollen mit ihrer App Behördengänge vereinfachen. Dafür wurde formie mit dem „Preis der Metropolregion“ 2026 ausgezeichnet. Foto: PERFORM GbR / Markus Schmidt

Alicia Grein, Co-Founderin und CEO der formie GmbH, und ihr Team wollen mit ihrer App Behördengänge vereinfachen. Dafür wurde formie mit dem „Preis der Metropolregion“ 2026 ausgezeichnet. © PERFORM GbR / Markus Schmidt

„Perspektivisch soll formie zur mehrsprachigen, zentralen Antragsplattform ausgebaut werden und Behördengänge über verschiedene Lebensbereiche hinweg erleichtern. Damit treibt formie Innovationen aus FrankfurtRheinMain voran und hat das Potenzial, einen neuen Effizienzstandard für die digitale Verwaltung zu setzen. Das hat nicht nur unsere Jury überzeugt, sondern auch das Publikum beim Tag der Metropolregion 2026“, erklärte Ulrich Caspar, Vorsitzender von PERFORM und Präsident der IHK Frankfurt am Main, im Anschluss an die Preisverleihung.

„Wir freuen uns riesig, dass wir den Preis der Metropolregion 2026 gewonnen haben und sowohl die Jury in der Vorauswahl als auch das Publikum im Finale von unserer Idee überzeugen konnten“, sagte Alicia Grein, Co-Founderin und CEO der formie GmbH, und ergänzte: „Das Preisgeld sowie die weiteren Möglichkeiten, die uns diese Auszeichnung geschaffen hat, unterstützen uns in unserem Ziel, die Bürokratie in Deutschland für alle Menschen spürbar zu vereinfachen.“

Zukunftsregion – ein gemeinschaftlicher Gestaltungsauftrag

Neben Ulrich Caspar und Dr. Heike Wenzel, Stellvertretende Vorsitzende von PERFORM und Präsidentin der IHK Aschaffenburg, die Teil der diesjährigen Jury war, gratulierte auch Staatssekretär Benedikt Kuhn der stolzen Gewinnerin. Um die Idee hinter dem „Preis der Metropolregion“ bekannter zu machen, unterstützt der Chef der Hessischen Staatskanzlei und Vorsitzende des Länderübergreifenden Strategieforums FrankfurtRheinMain die Auszeichnung als Schirmherr. Er erklärte zu Beginn des Finales, dass es eine Gemeinschaftsaufgabe sei, die Metropolregion dauerhaft leistungsstark und lebenswert zu gestalten. Der „Preis der Metropolregion“ mache Ideen sichtbar, die die Attraktivität, Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft des Wirtschaftsstandortes stärken. Auch wenn nur ein Projekt gewinnen könne: Die Finalistinnen und Finalisten seien alle leuchtende Beispiele für die Region.

Neben formie standen folgende Projekte im Finale 2026:

  • Green Rocks: Nachhaltiger Standard für moderne Rechenzentren (Green Mountain KMW Data Center GmbH, Mainz)
  • Handwerkerparkausweis: Problemlos in der gesamten Metropolregion zum Einsatzort (ivm GmbH, Frankfurt am Main)
  • KI-Straßenzustandsmonitoring: Müllwagen helfen, Straßen instand zu halten (Landkreis Bergstraße und ZAKB – Zweckverband Abfallwirtschaft Kreis Bergstraße)
  • Nachhaltigere Pendlermobilität: Pilotprojekt zur Skalierung betrieblicher Fahrgemeinschaften (Fraport AG, traffiQ – lokale Nahverkehrsgesellschaft Frankfurt am Main, Karos mobility)
Beim Tag der Metropolregion 2026 wurde formie mit dem Preis der Metropolregion 2026 ausgezeichnet. Die App aus Wiesbaden will Behördengänge vereinfachen. Fotonachweis: PERFORM GbR / Markus Schmidt

Beim Tag der Metropolregion am 23. Juni 2026 in der IHK Frankfurt am Main wurde formie mit dem Preis der Metropolregion 2026 ausgezeichnet. Die App vereinfacht Behördengänge. Von links: Benedikt Kuhn, Staatssekretär, Chef der Hessischen Staatskanzlei und Vorsitzender des Länderübergreifenden Strategieforums FrankfurtRheinMain, Alicia Grein, Co-Founderin und CEO der formie GmbH, Dr. Heike Wenzel, Stellvertretende Vorsitzende von PERFORM und Präsidentin der IHK Aschaffenburg, und Ulrich Caspar, Vorsitzender von PERFORM und Präsident der IHK Frankfurt am Main. © PERFORM GbR / Markus Schmidt

Stand ebenfalls im Finale des Preises der Metropolregion 2026: Green Rocks. Das Joint Venture von Green Mountain und KMW (Kraftwerke Mainz-Wiesbaden AG) realisiert in Mainz eines der modernsten und nachhaltigsten Rechenzentren der Welt. Fotonachweis: PERFORM GbR / Markus Schmidt

Stand ebenfalls im Finale des Preises der Metropolregion 2026: Green Rocks. Das Joint Venture von Green Mountain und KMW (Kraftwerke Mainz-Wiesbaden AG) realisiert in Mainz eines der modernsten und nachhaltigsten Rechenzentren der Welt. Das Projekt setzt einen neuen Standard, erzeugt internationale Strahlkraft für unsere Metropolregion und stärkt die Position von FrankfurtRheinMain als physisches Rückgrat der globalen Digitalisierung. Auf dem Foto: Markus Blüm, Geschäftsführer, und Alexandra Koch, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit von Green Mountain KMW Data Center GmbH. © PERFORM GbR / Markus Schmidt

Der Handwerkerparkausweis FrankfurtRheinMain hat es ins Finale für den Preis der Metropolregion 2026 geschafft.

Der Handwerkerparkausweis FrankfurtRheinMain hat es ins Finale des Preises der Metropolregion 2026 geschafft. Betriebe können die Ausnahmeparkgenehmigung in einer Kommune beantragen und sie wird in ganz FRM anerkannt. Präsentiert wurde das Projekt von Heike Mühlhans, Geschäftsführerin der ivm GmbH, die das Projekt steuert, und Wolfgang Siefert, Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der ivm GmbH sowie Verkehrsdezernent der Stadt Frankfurt. © PERFORM GbR / Markus Schmidt

Ebenfalls ein stolzer Finalist des Preises der Metropolregion 2026: das KI-Straßenzustandsmonitoring des Landkreises Bergstraße. Fotonachweis: PERFORM GbR / Markus Schmidt

Außerdem für das Finale des Preises der Metropolregion 2026 nominiert war der Kreis Bergstraße mit seinem KI-Straßenzustandsmonitoring. Müllfahrzeuge des ZAKB scannen auf ihren Routen mithilfe von Smartphones den Straßenzustand. Eine KI analysiert das aufgenommene Videomaterial und stellt die Daten den Kommunen des Kreises über eine geschützte, zentrale Plattform kostenfrei zur Verfügung. Diese können damit Straßenschäden gezielt erkennen, bewerten und Sanierungen priorisiert planen. Präsentiert haben das Projekt Corinna Simeth, Abteilungsleiterin der Abteilung Grundsatz und Kreisentwicklung, und Simon Klug, Projektmanager der Abteilung Grundsatz und Kreisentwicklung, Kreis Bergstraße. © PERFORM GbR / Markus Schmidt

Auch ein Pilotprojekt hat es ins Finale für den Preis der Metropolregion 2026 geschafft: Fraport AG, traffiQ – lokale Nahverkehrsgesellschaft Frankfurt am Main und Karos mobility bieten mit Unterstützung der Hochschule Rhein-Main und der Hochschule Bielefeld Pendelnden am Frankfurter Flughafen nachhaltigere und flexiblere Mobilitätsoptionen. Fotonachweis: PERFORM GbR / Markus Schmidt

Auch ein Pilotprojekt hat es ins Finale des Preises der Metropolregion 2026 geschafft: Fraport AG, traffiQ – lokale Nahverkehrsgesellschaft Frankfurt am Main und Karos mobility bieten mit Unterstützung der Hochschule Rhein-Main und der Hochschule Bielefeld Pendelnden am Frankfurter Flughafen nachhaltigere und flexiblere Mobilitätsoptionen. Das niederschwellige Angebot ergänzt die lokalen ÖPNV-Verbindungen insbesondere für Menschen im Schichtdienst, wie Katharina Petry (Projektleitung Mitfahrplattform bei traffiQ) und Carolin Lotko (Projektleitung Mitfahrplattform bei Fraport AG) erläuterten. © PERFORM GbR / Markus Schmidt

Auf den Preis der Metropolregion 2026 konnten sich Kommunen, Körperschaften des öffentlichen Rechts, Unternehmen, Hochschulen, Verbände, Vereine und Initiativen mit Hauptsitz in FrankfurtRheinMain bewerben. Gesucht wurden Ideen, die die Entwicklung folgender Themenfelder vorantreiben:

  • Interkommunale und/oder bundesländerübergreifende Zusammenarbeit
  • Fließender Verkehr und nahtlose, nachhaltige Mobilität
  • Smarte Städte und Gemeinden sowie E-Governance
  • Resiliente Region: belastbare und krisenfeste Strukturen
  • Führende Gründungs- und Innnovationsregion
  • Gemeinsame Identität und gute Willkommenskultur

Vorherige Preisträger:

  • Preis der Metropolregion 2025: Startup-Inkubator LAUNCH Rhein-Main
  • Preis der Metropolregion 2024: Circle – der Hub für Urban Mining
  • Preis der Metropolregion 2023: Staatsminister a. D. Axel Wintermeyer (symbolisch zur Ankündigung der ersten offiziellen Ausschreibung im Jahr 2024 und ohne Preisgeld)

Jurymitglieder 2026:

  • Jörg Brömer, Präsident der IHK Wiesbaden
  • Ulrich Caspar, Präsident der IHK Frankfurt am Main
  • Susanne Haus, Präsidentin der Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main
  • Christian Jöst, Präsident der IHK Darmstadt Rhein Main Neckar
  • Dr. Heike Wenzel, Präsidentin der IHK Aschaffenburg
Veronika Heibing ist Geschäftsstellenleiterin und in Personalunion Leiterin Kommunikation und Marketing der PERFORM GbR. Fotonachweis: IHK Darmstadt

Veronika Heibing

Leiterin der Geschäftsstelle, PERFORM GbR
06151 871-1169