Als Arbeitgeberin hat die Verwaltung des Wetteraukreises nicht nur vielfältige Aufgaben zu bieten. Sie setzt auch auf attraktive Angebote, die die Work-Life-Balance und die Gesundheit ihrer Mitarbeitenden unterstützen. Dazu gehört das betriebliche Mobilitätsmanagement, mit dem sich gleichzeitig Betriebskosten reduzieren und Mobilität umweltfreundlicher gestalten lassen.

„Wir möchten unsere Mitarbeitenden dazu motivieren, das eigene Mobilitätsverhalten zu hinterfragen, und zugleich Anreize schaffen, möglichst umweltfreundlich zur Arbeit zu kommen“, betont Birgit Weckler, Erste Kreisbeigeordnete und Mobilitätsdezernentin des Wetteraukreises. Zu diesen Anreizen gehört, dass die Kreisverwaltung ihren Mitarbeitenden ein Premium-Jobticket für das gesamte RMV-Gebiet, Fahrrad-Leasing und sichere Fahrrad-Abstellanlagen anbietet. Darüber hinaus sensibilisiert die Verwaltung des Wetteraukreises ihre Mitarbeitenden über verschiedenen Maßnahmen, für den Weg zur Arbeit möglichst umweltfreundliche Verkehrsmittel wählen. Auch eine schrittweise Elektrifizierung des Fuhrparks stellt die Kreisverwaltung in den Fokus ihres betrieblichen Mobilitätsmanagements.

Konkrete Ziele und Messgrößen überzeugen

Überzeugt vom eigenen Konzept hatte sich die Verwaltung des Wetteraukreises dafür entschieden, sich mit dem anerkannten Prädikat „vorbildlich mobil“ zertifizieren zu lassen. Das Audit, welches für die Auszeichnung mit dem Prädikat erforderlich ist, wird Arbeitgebern in FrankfurtRheinMain von zahlreichen Industrie- und Handelskammern (IHK) in Kooperation mit PERFORM angeboten. Die IHK Gießen-Friedberg hat die Zertifizierung der Verwaltung des Wetteraukreises durchgeführt. Im Rahmen des Audits prüfte die IHK bisherige Strategien, Zielsetzungen und Maßnahmen für die betriebliche Mobilität der Kreisverwaltung. Anschließend definierten IHK und Wetteraukreis Ziele und Maßnahmen zur weiteren Verbesserung der Mobilität und hielten einen Zeitplan für die verbindliche Umsetzung sowie Messgrößen für die Evaluation der Maßnahmen fest.

„Wir haben uns ganz konkrete Ziele gesetzt, um unsere betriebliche Mobilität dauerhaft zu verbessern. Zudem wollen wir für andere Arbeitgeber in der Region eine Vorbildfunktion einnehmen“, sagt Birgit Weckler. So will die Kreisverwaltung unter anderem den Anteil der Mitarbeitenden, die zu Fuß oder mit dem Fahrrad zur Arbeit kommen, sowie die Nutzung des Fahrradleasings bis zum Zeitpunkt der Re-Auditierung um 10 Prozent erhöhen. Der Anteil der Mitarbeitenden, die für Arbeitswege und Dienstreisen umweltfreundliche Verkehrsmittel wie den ÖPNV oder Elektrofahrzeuge aus dem Fuhrpark der Kreisverwaltung nutzen, soll um 25 Prozent steigen.

Mobilitätsmanagement steigert die Arbeitgeberattraktivität

Um seine Chancen auf einen erfolgreichen Prüfprozess im Rahmen des Audits zu erhöhen, hatte das Team der Kreisverwaltung im Vorfeld an dem kostenfreien Beratungsprogramm „Besser zur Arbeit“ der Gesellschaft für integriertes Verkehrs- und Mobilitätsmanagement Region Frankfurt RheinMain (ivm) teilgenommen. Zielsetzungen und Maßnahmen des betrieblichen Mobilitätsmanagements der Verwaltung des Wetteraukreises überzeugten die IHK Gießen-Friedberg. Nach erfolgreich abgeschlossenem Audit verlieh die Kammer der Kreisverwaltung im Beisein der ivm erstmals das Prädikat „vorbildlich mobil“. Das Prädikat ist nach der ersten Zertifizierung drei Jahre gültig, dann steht eine Re-Auditierung an.

Bei der Zertifikatsübergabe unterstrich Rainer Schwarz, Präsident der IHK Gießen-Friedberg, dass die Kreisverwaltung als erster Arbeitgeber im Bezirk der IHK Gießen-Friedberg die Auditierung für das Prädikat „vorbildlich mobil“ erfolgreich absolviert hat und damit eine besondere Vorbildfunktion einnehme. Er hofft, dass diesem Beispiel weitere Arbeitgeber aus der Region folgen und betonte: „Das Audit unterstützt Arbeitgeber darin, ihre betriebliche Mobilität zu verbessern, was sich positiv auf ihre Arbeitgeberattraktivität auswirkt. Bei erfolgreichem Abschluss dient das anerkannte Prädikat zudem als unabhängiger Nachweis für ausgezeichnete Strategien und Konzepte.“

Das Bild zeigt von links: Susanne Feiler, Klimaschutzkoordinatorin Wetteraukreis, Christine Breser, ivm GmbH, Erste Kreisbeigeordnete Birgit Weckler, Fachbereichsleiter Christian Sperling, IHK-Präsident Rainer Schwarz, Kreisentwickler Martin Langlitz sowie Daniel Kaiser und Dr. Frank Wendzinski von der IHK Gießen-Friedberg.

Fotonachweis: IHK Gießen-Friedberg / Tobias Bunk.